Italien, San Marino, Liechtenstein

Dies ist der letzte Teil meiner Weltreise 2024/25 und schließt sich an die USA an.

Dienstag 15.7.25

Der Flug von Newark (USA) nach Rom ging über Nacht. Immerhin konnte ich ein bisschen schlafen. Nachdem wir mit sechs Stunden Verspätung gestartet waren, kamen wir entsprechend auch erst um 13.30 Uhr in Rom an.

Ich fuhr mit dem Zug ins Zentrum, gab meinen großen Rucksack bei der Gepäckaufbewahrung ab und machte einen knapp zweistündigen Spaziergang durch die Stadt. Da ich bereits schon einmal in Rom war, ging es nur darum, die Erinnerungen wieder aufzufrischen.

 

Um 17.20 Uhr fuhr ich dann mit dem Zug nach Bologna. Dort wollte ich eigentlich umsteigen nach Rimini. Aber irgendwie zeigte mir GoogleMaps Verspätungen bei den Abfahrten an, weshalb ich dann spontan bei BlablaCar nach einer Mitfahrgelegenheit schaute. Tatsächlich fand ich auch jemanden, der mich 30 Minuten später einsammeln wollte. Nach Ankunft in Bologna stellte ich zwar fest, dass die günstigen Regionalzüge pünktlich fuhren und nur die schnellen Züge Verspätungen hatten, aber jetzt war es schon zu spät. Zudem war es mit dem Auto schneller und der gleiche Preis.

Pietro sammelte mich also an einer Tankstelle ein. Er sprach nur wenig Englisch, aber wir verstanden uns trotzdem ganz gut. Eigentlich wollte er mich an der Autobahnabfahrt absetzen. Aber da die Müdigkeit mittlerweile kam, hatte er Mitleid mit mir und brachte mich doch ins Zentrum von Rimini. Die Fahrt dauerte ca. 1.15 h.

Eigentlich hätte ich nur 23 Minuten zu Fuß zur Unterkunft gehen müssen, aber ich war zu müde und zu faul. Daher nahm ich einen E-Scooter.

Ich hatte ein sehr günstiges, kleines Einzelzimmer in Strandnähe.

Obwohl ich müde war, wachte ich nachts aufgrund des Jetlags auf.

Mittwoch 16.7.25

Ich nutzte das Frühstücksbüffet in der Unterkunft, bevor ich am Laptop arbeitete.

Mittags wollte ich nach San Marino fahren. Leider war der Bus um 12 Uhr bereits ausgebucht. Ich hatte also bis 13.15 Uhr Zeit mir ein bisschen Rimini anzuschauen und ich muss sagen, dass ich kein Fan bin. Die Massen an Sonnenschirmen und Liegen am Strand empfand ich als schrecklich.

Der Bus fuhr schließlich ca. 45 Minuten nach San Marino.

Ich machte einen Spaziergang an den drei Türmen vorbei.

Danach ging es in die Altstadt.

Obwohl ich mir Zeit gelassen hatte, war ich bereits nach knapp zwei Stunden durch. Daher nahm ich bereits um 16 Uhr den Zug zurück nach Rimini.

Fazit San Marino: Eigentlich kann man nicht viel sagen. Für einen Halbtagestrip ist es ganz nett. Im Grunde fühlt es sich an, wie eine von vielen Städten in Italien.

Mit einem E-Scooter fuhr ich noch an einem Fotomotiv vobei, bevor ich zur Unterkunft zurückkehrte.

Dann schnappte ich mir meinen Bikini und lief zum Strand. Dort wurde ich dann daraufhingewiesen, dass ich mit meinem Handtuch nicht im Bereich der Liegen bleiben dürfe. Das wäre per Gesetz verboten. Ich müsse an den freien Abschnitt. Also lief ich 500 m weiter.

Donnerstag 17.7.25

Nach dem Frühstück nahm ich kurz nach 10 den Zug zurück nach Bologna. Dort stieg ich um Richtung Venedig. Die Fahrt dauerte nochmal zwei Stunden. Am Nachmittag kam ich also bei schönstem Wetter an. Ich war zum ersten Mal hier und war neugierig, was mich erwarten würde.

Das Hostel hatte ich recht schnell gefunden, obwohl es sich bei der ganzen Stadt um ein Labyrinth handelt. Später machte ich dann einen Spaziergang. Ich hatte zwar drei Punkte auf der Karte markiert, aber im Großen und Ganzen lief ich einfach drauf los.

Venedig ist ein Traum mit den vielen kleinen Gassen und Brücken. Ohne Karte ist man auf jeden Fall verloren. Ich suchte mir einen Weg zum Markusdom und Dogenpalast.

Zudem machte ich von der anderen Seite des Flusses ein Foto von der Basilika Santa Maria della Salute.

Freitag 18.7.25

Obwohl ich die Nacht zuvor gut geschlafen hatte, wachte ich dieses Mal um halb 12 auf und konnte erst um 3 Uhr wieder einschlafen. Das war wirklich blöd.

Am Vormittag machte ich noch einmal einen Stadtrundgang, bei dem ich am Palazzo Contarini del Bovolo mit der wunderschönen Treppe vorbeiging und zu einem berühmten Buchladen.

Außerdem fuhr ich mit der Linie 1, einer Art Wasser-Shuttle. Dabei kamen wir an der Rialto Brücke vorbei.

Danach holte ich meine Tasche vom Hostel und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Venedig ist wirklich sehenswert und ich hatte Glück, dass ich nicht am Wochenende da war. Daher war ist nicht zu sehr überfüllt.

Um 14.10 Uhr stieg ich in den Zug nach Verona. Dort hatte ich nur fünf Minuten Umstiegszeit. In Deutschland hätte ich es nicht riskiert. Aber hier waren alle Züge pünktlich. Daher klappte es dann auch und ich fuhr nach Mailand, wo ich am späten Nachmittag ankam. Mit einem E-Scooter ging es zum Hostel.

Abends lief ich dann zum Mailänder Dom. Es war natürlich sehr voll und die blöden Tauben sind einem ständig ganz knapp über die Köpfe geflogen.

Im Hostel gab es noch ein Event, bei dem man Bilder malen konnte. Ich beteiligte mich spontan daran.

Samstag 19.7.25

Mit Gepäck und E-Scooter ging es am Morgen zurück zum Dom. Dort war es diesmal schön leer. Ich nahm die Metro zum Busbahnhof.

Um 8.45 Uhr stieg ich in den Flixbus nach Liechtenstein, dabei durchquerten wir natürlich die Schweiz. Wir kamen gegen 14 Uhr an.

Ich lief 30 Minuten bis zur Jugendherberge.

Einchecken konnte man erst ab 15 Uhr. Ich hatte eine vierstündige Wanderung geplant, daher machte ich mich direkt auf den Weg. Mit dem Ortsbus konnte man zum Schloss von Vaduz fahren. Hierbei handelt es sich um einen Van, der immer die gleiche Route abfährt. Die Fahrt ist kostenlos. Ich war die einzige und die Fahrerin unterhielt sich daher mit mir. Sie wies mich daraufhin, dass ein Gewitter im Anmarsch sei und ich lieber nur eine kleine Runde gehen sollte.

Von der Haltestelle bis zum Schloss waren es noch 900 m. Dort fing dann theoretisch auch die Wanderung an. Ich startete zwar, aber mir war klar, dass es nicht trocken klappen würde.

Ich war aber auch unschlüssig, wann der richtige Zeitpunkt zum Abkürzen oder Umkehren war. Lange Zeit grummelte es, aber es regnete noch nicht. Daher hatte ich etwas Hoffnung, dass es doch vorbeiziehen würde. Ich kam an einer Aussichtsplattform vorbei.

Nach ca. einer Stunde fing es dann aber doch an. Da ich mich in einem Waldgebiet befand, habe ich mich unter einen Baum gestellt. Regensachen hatte ich leider nicht mit. Am Anfang war das Blätterdach hilfreich, aber irgendwann wurde es völlig verrückt. Ich hatte zum Glück eine Tüte dabei, mit der ich mich etwas schützen konnte. Nun musste ich entscheiden, wann der beste Zeitpunkt war, um meinen Schutz zu verlassen. Ich hatte über eine halbe Stunde gewartet. Als es dann weniger wurde, machte ich mich auf den Rückweg. Ich war natürlich völlig durchnässt.

Zurück an der Haltestelle fuhr der Ortsbus direkt vor meiner Nase ab und der nächste kam erst in einer halben Stunde. Ich stieg dann in den aus der Gegenrichtung, um schon mal im trockenen zu sitzen. Wir kamen natürlich nach einer halben Stunde nochmal an der Haltestelle vorbei, da die Ortsbusse alle die gleiche Tour abfahren.

Zurück in der Jugendherberge war ich natürlich froh über die warme Dusche.

Sonntag 20.7.25

Die Rückkehr nach Deutschland stand auf dem Programm. Morgens musst ich zunächst zum Bahnhof in Schaan (Nachbarort von Vaduz). Dort fuhr ich mit dem Bus hin. Um 11.16 Uhr stieg ich in den Zug nach Wiesbaden.

Ich wollte eine Nacht bei einem Freund in Wiesbaden verbringen. Da wusste ich aber nicht, dass ich von zwei weiteren Freunden am Bahnhof überrascht werden würde. Es war ein sehr emotionaler Empfang.

Montag 21.7.25

Da meine Freundin für die Überraschung nach Wiesbaden gekommen war, konnte sie mich am folgenden Tag mit zurück nach Dortmund nehmen.

Fazit Italien: Ich war natürlich schon ein paar Mal hier, aber habe Italien immer ein wenig unterschätzt. Es gibt viele schöne Städte und ich war überrascht, wie günstig es war.

Fazit Liechtenstein: Ein schönes kleines Land in den Alpen mit Wanderwegen, die ich leider nicht in vollem Umfang testen konnte. Blöd ist, dass das Handy immer denkt, dass man in der Schweiz sei. Daher konnte ich keine mobilen Daten nutzen.