USA-Bahamas

Dieser Text knüpft an den Bericht „El Salvador – Honduras – Nicaragua“ an.

Montag 17.8.26

Von Managua in Nicaragua flog ich nach Miami, was nur ein Zwischenstopp war, da es noch weiter auf die Bahmas gehen sollte. Ich konnte die Flüge nicht zusammenhängend buchen, daher musste ich mein Gepäck abholen und neu einchecken. In den USA kann man nicht einfach durch den Transit. Man benötigt trotzdem ein Esta oder Visa für die Einreise. Diesmal verlief die Passkontrolle umkompliziert, was ja damals in Hawaii nicht der Fall war.

Irgendwie war ich früher da, als geplant und hatte noch fünf Stunden bis zum Weiterflug. Glücklicherweise konnte ich schon direkt die Tasche für den zweiten Flug abgeben und hatte somit nur noch leichtes Gepäck. Auch wenn ich nochmal zurückkommen würde, war ich neugierig auf einen ersten Eindruck. Also buchte ich ein Uber nach Miami Beach.

Dort ging ich dann bei ordentlicher Hitze am Boardwalk in Strandnähe spazieren und suchte mir irgendwann ein Café für eine Stärkung. Nach einem weiteren Marsch rief ich mir ein Uber zurück zum Flughafen.

Miami war faszinierend und vor allem bei der Durchfahrt mit dem Auto spannend. Überall gab es Gewässer und fette Häuser mit privaten Yachten davor. Man wusste gar nicht, wo man hinsehen sollte.

Um 18 Uhr war ich zurück am Flughafen. Für 19.45 Uhr war der Abflug geplant. Leider wurde dieser auf 21 Uhr verschoben. Später dann auf 21.50 Uhr. Bei Flightradar konnte ich dann sehen, dass dieser Flug einfach nie pünktlich war, weil er viel zu eng mit den vorherigen Strecken getacktet war. Nach 22 Uhr startete schließlich das Boarding. Es war unfassbar chaotisch. Ich habe noch nie erlebt, dass es so lange dauerte, bis alle saßen. Leider mussten wir dann noch ca. eine Stunde in brütender Hitze in dem Flieger ausharren, bis wir irgendwann nach 23 Uhr starteten. Der Flug selbst dauerte nur 40 Minuten.

Ich hatte im Voraus schon ein Taxi bestellt, das mit 40$ von meiner Unterkunft als günstig empfohlen wurde. Die Gepäckausgabe dauerte ziemlich lange, die Fahrt zur Unterkunft aber nur 20 Minuten. Um 1 Uhr nachts war ich dann endlich am Ziel in meiner Unterkunft Da Pink and White Palace.

Dienstag 18.8.26

Ich wachte erst um 9 Uhr auf. Dieser Tag diente der ersten Orientierung. Ich buchte nach viel Recherche und Vergleichen eine besondere Tour, die ich immer schon machen wollte, für Mittwoch.

Dann brauchte ich endlich Frühstück. Meine Unterkunft hatte eine gute Lage, aber die meisten Restaurants boten nur Frühstück bis 11 Uhr an und es war mittlerweile schon später. Also lief ich erst einmal 15 Minuten zu einem Supermarkt und kaufte für die nächsten Tage ein. Die Bahamas waren einfach unfassbar teuer.

Nachdem ich die Einkäufe in den Kühlschrank gepackt hatte, ging ich zum Junkanoo Beach, der meiner Unterkunft am nächsten war. Hier war es sehr voll. Man konnte im Hintergrund aber auch zwei große Kreuzfahrtschiffe sehen.

Anschließend stellte ich mich an die Hauptstraße und wartete eine Viertelstunde auf den Bus. Fahrpläne gab es nicht. Auf den Bahamas herrschte übrigens Linksverkehr. Die Busse konnte man durch Winken anhalten. Die Fahrt kostete nur 2,25$, die erst beim Ausstieg gezahlt wurden.

Ich fuhr 30 Minuten bis zum Love Beach. Uber gab es nicht und die Taxis waren viel zu teuer. Der Bus hingegen war billig und unkompliziert. Die Fahrt führte die ganze Zeit an der Küste entlang. Überall waren kleine Strände mit türkisem Wasser.

Love Beach galt als einer der schönsten Strände. Da er 5$ Eintritt kostete, war er auch nicht überlaufen. Hier konnte man direkt vom Strand aus Schnorcheln. Es gab zwar eher Felsen, als ein klassisches Riff, dennoch waren erstaunlich viele große Fische vorhanden.

 

Um kurz nach drei fuhr ich mit dem Bus wieder ein Stück zurück. Ich stieg am Goodman’s Bay aus. Hier gefiel es mir dann aber doch nicht so gut. Es war touristischer und gab Angebote wie Jetski fahren.

Ich lief zunächst am Strand und an der Küstenstraße ca. 2 km weiter bis zum Saunders Beach. Der war jetzt auch kein Highlight, aber klein und ruhig. Es waren nur Einheimische dort. Hier verweilte ich noch ein wenig.

Anschließend lief ich weitere 2 km zurück zur Unterkunft.

Abends drehte ich noch eine kleine Laufrunde durch das bunte Downtownviertel. Die Kreuzfahrtschiffe waren weg und ich war überrascht, dass um 19.30 Uhr alles dicht und keiner mehr unterwegs war. Später erfuhr ich von einem Taxifahrer, dass die Läden schließen, sobald die Kreuzfahrtgäste weg sind. Schade für die Leute, die vor Ort übernachten.

Mittwoch 19.8.26

Alleine auf den Bahmas feierte ich meinen Geburtstag, indem ich mir den Traum vom Schwimmen mit Schweinen erfüllte. Nicht umsonst trägt die Webseite diesen Namen.

Ich hatte lange Touren verglichen und Reiseanbieter angeschrieben. Ich wollte unbedingt zu den Exuma Islands, wo sich die echten, wilden Schweine befanden. In der Nähe von Nassau gab es nämlich einen Strand mit Gehegen. Die Schweine wurden dann für die Touristen der Kreuzfahrtschiffe rausgelassen. Die Exuma Inseln liegen nämlich nicht um die Ecke. Am Ende buchte ich die Powerboat Adventure Tour. Wie alles auf den Bahamas hatte auch diese einen stolzen Preis.

Per Shuttle sollten wir eingesammelt werden und es gab verschiedene Hotels, die angefahren wurden. Ich teilte der Agentur also mit, dass ich am Holiday Inn, das neben dem Courtyard lag, warten würde. Manchmal gibt es mehrere Hotels, von Holiday Inn, daher wollte ich präszise sein. Für 8.15 Uhr war die Abholung veranschlagt. Als um 8.30 Uhr noch keiner da war, fragte ich vorsichtshalber nochmal nach. Der Shuttle sei auf dem Weg, wurde mir mitgeteilt. Zehn Minuten später kam die Frage, wo ich denn sei, der Fahrer stände am Courtyard. Ich habe dann nochmal freundlich daraufhin gewiesen, dass Holiday Inn vereinbart war und lief eben rüber. Dort war dann auch kein Shuttle sondern ein Taxi nur für mich, was merkwürdig war, da es noch andere Gäste von einem Hotel in der Nähe gab, wie ich später erfuhr. Vielleicht hatte man mich also doch vergessen und schnell ein Taxi geschickt. Ich hatte bereits davon gehört, dass vieles auf den Bahamas nicht gut organisiert sei und zeitliche Abläufe nicht eingehalten würden.

Wir fuhren über die einzige Brücke nach Paradise Island, wo sich der Hafen befand. Dort wartete ich mit den anderen auf die Abfahrt. Dabei kam ich schnell mit einer netten, deutschen Familie ins Gespräch. Witzigerweise hatte der Mann auch Geburtstag. Das war schon ein lustiger Zufall.

Dann ging es um kurz nach 9 Uhr auf das Powerboot, was für 20 Leute ausgelegt war. Nur waren wir 22. Dadurch wurde es mit den Sitzplätzen eng.


Wir fuhren eine Stunde bis zur Iguana-Bay. Hier hatten wir 20 Minuten Zeit, die Echsen mit Weintrauben zu füttern. Mir waren sie nicht so ganz geheuer, daher blieb ich am Wasser stehen, da sie dort nicht hineingingen. Das mit dem Füttern fand ich natürlich nicht so gut.

Anschließend hieß es, dass wir in zehn Minuten eine Privatinsel erreichen würden für die weitern Programmpunkte. Ich war etwas irritiert, da der echte Pigs Beach noch weit entfernt lag. Da dämmerte es mir schon, dass es auch hier nur Tiere in Ställen für die Touristen gab. Meine Enttäuschung war zunächst groß.

Allerdings entpuppte es sich dann doch als ganz nett mit den Schweinen. Wir reihten uns mit Möhren im Wasser auf und die Tiere kamen alle angerannt. Zunächst verrichteten sie aber ihr Geschäft im Meer. Auch das hatte ich schon vorher gelesen. Schweine sind sehr reinlich und so können sie ihr Gehege sauber halten.

Dann schwammen einige Tiere zu den Gästen und holten sich die Möhren ab. Irgendwann verließen einige von selbst den Strand und liefen zurück in die Gehege. Ein paar kamen aber nochmal zurück.

 

 

Unschön war, dass ein quiekendes Ferkel für Fotos herumgereicht wurde. Ich hatte es nicht angenommen. Zum Glück waren wir eine kleine Gruppe. An dem Strand für die Kreuzfahrtgäste sind es oft über 50 Personen gleichzeitig.

Die Familie und ich durften dann noch bei den Ställen die kleinen Schweine und den Eber anschauen. Offiziell war das aber nicht erlaubt.

Wir konnten den ganzen Tag frei trinken und es gab bei der Ankunft schon Snacks. Danach folgten die Programmpunkte Schlag auf Schlag.

Es hatten sich bereits Rochen und Haie vor dem Strand gesammelt. Das Wasser war unfassbar klar und man konnte die Tiere sehr gut beobachten. Die Rochen schwammen nah um die Beine und berührten einen auch.

Von den Haien sollten wir Abstand halten. Die waren wohl nicht ganz ungefährlich. Leider wurden die Tiere auch gefüttert.

Irgendwann kam ein Schwein nochmal von sich aus zum Strand zurück und die Mädels der Familie und ich gingen zu ihm. Später war es wohl noch an den Liegen und hatte sich Essen aus meinem Rucksack geklaut. Ich konnte nur hoffen, dass es die Tüte nicht mitgefressen hatte.


Es folgte das Mittagessen mit einem guten Buffet. Danach war etwas Entspannung angesagt.

Die Crew bereitete noch einen Muschelsalat vor und demonstrierte, wie man an das Innere der Muschel kommt. Da ich kein Fan von Sea Food bin, verzichtete ich auf das Essen.

Um 15 Uhr brachen wir wieder auf und fuhren eine Stunde zurück nach Nassau.

Ich fand die Crew leider etwas unentspannt und immer sehr drängend, dass alles fix über die Bühne ging. Dabei hatten wir am Strand alle Zeit der Welt. Insgesamt war mir eine gewisse Unfreundlichkeit gegenüber Touristen aufgefallen. Auch von Leuten, die an ihnen ihr Geld verdienten. Die Familie hatte die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht. Das war natürlich traurig und vermittelte kein gutes Gefühl. Ein kleines bisschen konnte ich es natürlich verstehen, wenn jeden Tag zig Kreuzfahrtschiffe anlegten. Aber wenn ich an den Guide vom Vulkanboarding in Nicaragua dachte, wusste ich, dass es auch anders ging. Der machte auch jeden Tag die gleiche Tour, war aber gut drauf und hat die ganze Zeit Partyvibes versprüht.

Zurück am Hafen war nicht organisiert worden, wann und wo unsere Shuttles kommen würden. Irgendwann hielt jemand ein Schild mit Powerboat hoch und nannte ein paar Hotels. Ich stieg einfach mit ein. Da nun alle von Paradise Island wieder hinunter wollten, gab es einen langen Stau. Wir brauchten fast eine Stunde für die vier Kilometer zu meiner Unterkunft. Diesmal wurde ich direkt abgesetzt. Eigentlich hatte ich noch nach Downtown gewollt, aber es war jetzt doch schon spät. Also blieb ich auf dem Zimmer, um die ganzen Fotos und Videos des Tages zu sortieren.

Donnerstag 20.8.26

Für heute hatte ich mir ein Ticket für das Aquaventure, den Wasserpark vom Atlantis Hotel, gekauft, der auf der vorgelagerten Paradise Island von Nassau aus liegt. Um 9 Uhr öffenete der Park. Da ich nicht so viel Geld für ein Taxi ausgeben wollte, lief ich eine Stunde zu Fuß dorthin. Die Wassertaxis fuhren leider erst ab 9 Uhr und ich wollte rechtzeitig ankommen, um bei den ersten Rutschen nicht lange warten zu müssen.

Beim Überqueren der Brücke nach Paradise Island, beobachtete ich sechs Kreuzfahrtschiffe im Hafen.

Am Atlantis Hotel wurde ich dann von einem Schalter zum nächsten geschickt. In der Mail stand, dass man Ausweis, Bestätigung per Mail und die Kreditkarte, mit der man gebucht hatte, bräuchte. Ich war überrascht, als dies wirklich kontrolliert wurde und ebenso froh, dass ich daran gedacht hatte, vor allem die Kreditkarte einzupacken, da ich für Online-Zahlungen eine andere verwende als sonst auf Reisen.
Ich bekam ein Bändchen und sollte dem Weg zum Casino folgen. Dies musste man einmal durchqueren und dann irgendwo nach unten. Ausgeschildert war der Eingang zum Aquaventure auf jeden Fall nicht und er befand sich sehr gut versteckt in einer Ecke neben einem riesigen Aquarium.

Es ging dann durch die Unterwasserwelt von Atlantis mit dem großen Becken und vielen kleineren Aquarien mit sehr interessanten Tieren. Dieser Bereich war tatsächlich schön aufbereitet.

Im Aquaventure angekommen musste ich mich erst einmal orientieren. Es gab im Grunde nur acht Rutschen, vier am Maya-Tempel und vier am Tower. Eine davon war den ganzen Tag geschlossen. Vier waren nur mit Reifen zu benutzen. Zusätzlich gab es noch den Rapid River sowie einen Wasserspielplatz für Kinder. Ansonsten konnte man noch ein paar Becken sowie zwei Strandabschnitte nutzen. Auf Bildern sah der Park riesig aus. Aber die Familie vom Vortag hatte mir schon berichtet, dass es doch sehr überschaubar sei.

 

Da ich für den Einlass Ausweis und Kreditkarte brauchte, buchte ich zur Sicherheit ein kleines Schließfach für 20$. Hier passte ein normaler Rucksack hinein. Man konnte es so oft, wie man wollte, öffnen und schließen.

Ich startete am Maya-Tempel, da hier bereits die Reifenrutsche, die im Haifischbecken endete, geöffnet war. Der Park war noch recht leer und es ging alles ziemlich schnell.

Um 10 Uhr stand ich an einer Reifenrutsche am Tower an. Da dieser erst jetzt öffnete, gehörte ich auch zu den ersten Besuchern. So ganz püntklich verlief es hier aber nicht und wir mussten auf die Mitarbeiter warten, die dann endlich die Rutsche eröffneten. Leider wurde ich in der Zeit ordentlich von Mosquitos oder was auch immer gestochen.

Die drei Reifenrutschen am Tower waren ziemlich ähnlich. Eine war etwas steiler, aber ansonsten ging es auf und ab und durch dunkle Tunnel. Alle endeten im Rapid River. Dieser hatte verschiedene Ausstiegsmöglichkeiten.

Die Rutsche ohne Reifen, „The Abyss“ genannt, war sehr steil und endete wieder in einem Aquarium.

Nach einer der Reifenrutschen drehte ich eine ganze Runde auf dem Rapid River, was ca. 20 Minuten dauerte. Es gab allerdings auch ein Ende und man musste dann wieder neu einsteigen. Am Anfang wurde man durch künstliche Wellen weitergeschoben. Später gab es immer wieder Abschnitte mit Stromschnellen.

Nach zwei Stunden Rutschen besuchte ich den Strandabschnitt „The Cove“. Hier war es recht ruhig.

Anschließend suchte ich eine Liege im Schatten, um etwas zu schlafen. Der Park war mittlerweile voll und die Warteschlangen wurden länger.

Gegen 14 Uhr tauchten ein paar dunkle Wolken auf und es donnerte. Die Rutschen und Becken wurden vorsorglich geschlossen und der Park wurde deutlich leerer. Hotelgäste konnten natürlich täglich kostenlos rutschen. Für sie war es also gar kein Problem, einfach wieder aufs Zimmer zu gehen.

Als es wieder sonnig wurde, startete ich eine zweite Runde und ging am Maya-Tempel zu „The leap of faith“. Die Schlange war nicht lang, aber es dauerte, bis die Rutschen endlich wieder geöffnet wurden. Ich hatte ein bisschen Angst, da es sehr steil nach unten ging.


Überall waren Schilder, dass man ohne Schmuck etc. rutschen solle, aber es wurde auf gar nichts geachtet. Man konnte auch mit Handys oder Go Pros filmen. Nur bei der Größe der Kinder waren die Mitarbeiter aufmerksam.

Die Rutsche war auf jeden Fall Nervenkitzel. Auch sie endete im Haifischbecken. Aber davon bekam man irgendwie nichts mit, weil es so schnell ging. Später habe ich sie noch ein zweites Mal gewagt und versucht, die Augen länger offen zu halten.

Zum Ende besuchte ich noch den zweiten Strandabschnitt „Royal Beach“. Hier war es voll und es gab Wassersportangebote sowie einen Jetski-Verleih.

Gegen 17 Uhr packte ich zusammen. Duschen gab es nicht, aber bei den Schließfächern waren immerhin Umkleiden.

Trotz der wenigen Rutschen gefiel es mir im Park. Er war sauber und schön hergerichtet. Die Beschilderungen waren allerdings überall mau und am Tower musste man sich die Reifen ständig aus dem Rapid River fischen, weil sie nicht an den vorgesehenen Stellen lagen. Leider wirkten die Mitarbeiter eher übel gelaunt und mit wenig Spaß an der Arbeit. Gerade durch die fehlenden Beschilderungen musste ich zu Beginn häufiger nach dem Weg fragen und bekam überwiegend genervte Antworten. Auch an den Rutschen waren weder Lächeln noch freundliche Worte zu erwarten.

Um kurz nach fünf war ich also wieder draußen und man hatte mir zu Beginn gesagt, dass ich als Tagesgast die Shuttles nach Downtown nutzen könne. Am Ausgang fragte ich einen Angestellten, wo ich diesen denn finden würde. Auch hier war wenig Hilfsbereitschaft zu erkennen. Ich sollte einfach hinausgehen und würde ihn schon finden, kam als Antwort. Draußen merkte irgendwann jemand, dass ich planlos umher irrte. Als ich mein Problem erklärte, hieß es, dass es gar keine Fahrten nach Downtown gäbe und die Wassertaxis nur bis 17 Uhr führen.
Also lief ich die 4 km wieder zu Fuß. Ich baute noch einen Stopp bei Mc Donald’s ein und hatte recht schwere Beine, als ich endlich zurück an der Unterkunft ankam. Die Besitzerin schenkte mir anlässlich meines Geburtstags noch eine pinke Cappy sowie zwei Flaschenöffner in der gleichen Farbe.

Freitag 21.8.26

Da ich am Vorabend meine 14 km Einheit nicht mehr geschafft hatte, absolvierte ich sie nach dem Aufstehen. Um 8.45 Uhr lief ich los, was viel zu spät war, da es bereits richtig warm wurde. Zunächst ging es an den Schiffsterminals entlang. Es wurde langsam voll, weil die Passagiere nun an Land kamen. Nach der Hälfte brauchte ich eine Wasserpause und kaufte mir eine Flasche am Straßenrand. Die Frauen waren eher unfreundlich zu mir. Die Männer waren aber an meinen sportlichen Aktivitäten und mehr interessiert. Natürlich kam die Frage von einem, ob ich ihn mit nach Deutschland nehmen könne.

Die zweite Hälfte der Einheit drehte ich auf einem Sportplatz. Anschließend kehrte ich zum Stand zurück, um mich mit weiteren Getränken zu versorgen.

Um 10.30 Uhr ging es unter die Dusche. Offiziell war Check-Out um 11 Uhr. Da es aber nach mir keine Buchung für das Zimmer gab, durfte ich länger bleiben. Dafür war ich sehr dankbar, da ich so die Klimaanlage noch nutzen konnte. Die Besitzerin hatte mir mitgeteilt, dass ein anderer Gast ebenfalls zum Flughafen müsse und wir uns ein Taxi teilen könnten. Es handelte sich um eine Italienerin, die den gleichen Flug wie ich gebucht hatte: 17.30 Uhr nach Miami. Sie hatte den Transfer leider überpünktlich für 14 Uhr gebucht. Aber da sie 30$ Dollar zahlen sollte, klang es nach einer günstigen Möglichkeit, dies zu halbieren. Leider wusste ich schon im Voraus, dass unser Flieger nicht pünktlich starten würde. Die gesamte Historie zeigte eine tägliche Verspätung von 1-4 Stunden. Dennoch machte man sich nicht die Mühe den Flugplan zu ändern.

Unser Fahrer wollte am Flughafen plötzlich 35$ haben, weil wir ja zu zweit waren. Ich überzeugte ihn dann aber, dass dies nicht ausgehandelt war und er gab sich doch mit 30 zufrieden.

Der Check-in verlief problemlos und wir warteten am Gate. Der Flieger stand mit „On time“ angeschlagen. Dabei wusste ich schon von der Flugsuche aus dem Internet, dass er seine tägliche Tour bereits mit vier Stunden Verspätung begonnen hatte. Das Flugzeug pendelte immer zwischen Nassau (Bahamas) und Städten in Florida hin und her.

Am gleichen Gate wartete eine Gruppe von Passagieren auf ihren Flug nach Fort Lauderdale (nahe Miami), der um 11 Uhr hatte starten sollen. Es war aber bereits 17 Uhr. Irgendwann kam eine Durchsage und die Leute waren sehr aufgewühlt und liefen zum Schalter. Dort wurde dann wild diskutiert. Ich hatte den Eindruck, dass der Flug abgesagt worden war. Er verschwand auf jeden Fall von der Anzeigetafel.
Für unseren Flug wurde nach der eigentlichen Abflugzeit auch endlich mal die Verspätung angezeigt. Wir wurden zunächst für 20.30 Uhr neu kalkuliert.

Das machte die weiteren Planungen natürlich schwierig, denn Jakob (wir kannten uns von meiner Weltreise) wartete in Miami auf mich und wir wollten eigentlich um 18.30 Uhr am Flughafen unseren Mietwagen abholen.

Der Flieger war dann tatsächlich wieder auf dem Weg nach Nassau und es sah ganz so aus, als könnten wir mit ein paar Stunden Verspätung abheben. Plötzlich wurde es jedoch kurios.
Der Flug nach Fort Lauderdale wurde einfach dazwischen geschoben. Der Flieger sollte also erst noch einmal nach Florida und wieder zurück nach Nassau, bevor wir an der Reihe waren.
Dadurch war auch klar, dass unser Abflug nach Mitternacht sein würde.

Jakob hatte das Auto gebucht und war zwischenzeitlich schon am Flughafen und wollte das Auto ohne mich abholen. Der erste Plan war, dass wir dann nochmal am nächsten Tag hinfahren würden, um mich als Zweitfahrer einzutragen. Da Jakobs aufladbare Kreditkarte nicht akzeptiert wurde, konnte er jedoch das Auto nicht abholen.

Nachdem ich mich versichert hatte, dass der Flug, egal wie spät es werden würde, noch fliegen würde, beschlossen wir ein Hotelzimmer in Flughafennähe zu mieten, damit Jakob kein Uber zahlen musste und ich ziemlich zügig mitten in der Nacht ins Bett konnte. Denn wir hatten für die nächsten vier Tage ordentlich Programm auf unserer Liste. Leider hatten wir schon eine Nacht in Homestead südlich von Miami gebucht, um schneller nach Key West zu kommen. Stornieren konnte man es nicht mehr. Auf den Kosten blieben wir schlussendlich sitzen. Mit Entschädigungen durch die Airline konnte man auch nicht rechnen. Sonst wäre Bahamas Air schon längst pleite.

Der Flughafen war bereits wie ausgestorben. Schon ab 19 Uhr hatten alle Geschäfte geschlossen und man konnte kein Essen mehr kaufen. Dies wurde auch nicht angekündigt. An einem Automaten gab es noch Getränke und Snacks. Dafür benötigte man jedoch Bargeld. Ich hatte zum Glück noch etwas übrig.

Nach 1 Uhr, also mit rund acht Stunden Verspätung, flogen wir endlich los. Der Flug dauerte nur 35 Minuten. Tatsächlich saßen in Miami auch noch Passagiere, die im Anschluss nach Nassau gebracht wurden. Das war der Flug, den ich auf dem Hinweg mit vier Stunden Verspätung hatte. Erst im Nachgang war mir klar, dass ich es damit noch gut getroffen hatte.

Durch eine Sicherheitskontrolle mussten wir zum Glück nicht mehr. Das war bereits alles in Nassau geschehen. Mit Gepäck ging es schnell ins Uber und um 3.30 Uhr ins Bett. Zum Hotel laufen wollte ich auf jeden Fall nicht mehr.

Fazit Bahamas: Ich war landschaftlich fasziniert. Es gab so viele schöne Strände mit türkisem Wasser. Aber die fehlende Willkommenskultur lässt mich zweifeln, nochmal wiederzukommen. Zudem waren die Preise unfassbar hoch, vielleicht sogar mit der Schweiz vergleichbar.

Samstag 22.8.26

Eigentlich war für diesen Tag frühes Aufstehen und die lange Fahrt nach Key West geplant. Aufgrund der unerwarteten Vorkommnisse hatten wir umgeplant und uns den Wecker erst auf 10 Uhr gestellt. Demnach wollten wir erst in die Everglades.

Nach dem Aufstehen ging es aber zunächst zu Fuß zum Flughafen, um das Auto abzuholen. Im Endeffekt funktionierte es dann doch auch mit der Kreditkarte von Jakob. Er musste nur einen Rückflug vorzeigen. Wir mussten uns noch entscheiden, ob wir ein Mautpaket buchen wollten. Da wir sowieso schon viel Fahrtstrecke in unseren Planungen hatten, wollte ich nicht immer Ausweichrouten fahren und wir entschieden uns dafür.

Mit dem Auto ging es knapp eine Stunde lang direkt Richtung Everglades. Hier musste man aufpassen, da der echte Nationalpark seit Beginn des Jahres 100$ Eintritt für ausländische Touristen verlangte. Wir wollten natürlich Airboat fahren und Alligatoren sehen. Dafür gab es zahlreiche Anbieter kurz vor dem offiziellen Eingang, sodass man sich die Gebühr sparen konnte. Ich hatte schon den günstigsten Veranstalter herausgesucht. Hier waren auch keine unnötigen Tiershows inkludiert. Einfach nur 40 Minuten Airboatfahrt mit der Suche nach Alligatoren kosteten 30$. Um 13.15 Uhr fuhren wir los. Das Airboat war ziemlich laut und man bekam kostenlos Ohrstöpsel. Die Fahrt selbst war weniger aufregend, als ich ursprünglich erwartet hatte. Das Gewässer war eine Art Kanal parallel zur Hauptstraße. Es ging also nicht in so wirklich in das Sumpfgebiet der Everglades. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass wir wirklich Alligatoren sehen würden. Aber wir hatten Glück und sahen zwei Muttertiere. Bei der einen waren die Eier erst am Morgen geschlüpft, teilte uns der Guide mit.

Zurück am Anleger wurde dann leider ein Babyalligator aus einem Terrarium geholt und die Touristen durften damit Fotos machen. Wir haben es nicht gemacht und sind weitergefahren. Jakob war noch eine Straße mit vielen Alligatoren empfohlen worden. Die fuhren wir dann noch weitere 1,5 Stunden entlang. Hier konnte man immer wieder anhalten und in den Gewässern nach den Tieren Ausschau halten. Wir haben sehr viele gesehen und auch ein besonders großes Exemplar.

Es war bereits nachmittags und Jakob hatte sich einen Spaziergang durch Little Havanna gewünscht. Im Endeffekt war es aber nur eine Straße mit Shops und Bars, die wenig ursprünglich aussahe, sondern eher ein typischer Touristenort mit Souvenierläden war.

Für abends hatten wir Karten für das Fußballspiel Inter Miami gegen Toronto. Jakob wollte unbedingt Messi live sehen und mir gefiel die Idee auch sehr gut.
Wir hatten einen Supermarktparkplatz 2 km vom Stadion entfernt gefunden und sparten uns dadurch die Parkgebühren. In Amerika war alles irgendwie größer. Das faszinierte mich. Man hatte immer genügend Platz für das Auto und keine Probleme mit Parklücken. Die Supermärkte waren mir allerdings zu groß, da man sich auf die Schnelle kaum zurechtfand.

In Dortmund wäre der Parkplatz nah am Stadion völlig überfüllt gewesen. Aber Amerikaner laufen bekanntlich nicht gerne zu Fuß und daher hatten nur wenige Fußballfans die gleiche Idee.

Nach 30 Minuten erreichten wir das Nu Stadium.

Alles war modern und gut durchdacht. Überall in Amerika gab es zudem kostenlose Wasserspender. Inter Miami hat pink als Hauptfarbe, was irgendwie lustig war, da man sich Hooligans in der Farbe nicht wirklich vorstellen konnte. Es war nicht mit einem deutschen Fußballspiel vergleichbar. Keine Polizei. Alle waren friedlich. Die Blöcke wurden nicht kontrolliert. Wir hatten günstige Karten für eine obere Eckkurve.

Da das Stadion nicht komplett ausverkauft war, setzten wir uns in der zweiten Hälfte auf die andere Seite, um weiterhin nah an Messi zu sein. Immer wenn er zur Ecke ging, zückten alle ihre Handys. Es tat mir auch ein bisschen leid für das Team, weil 95% der Leute nur für ihn da waren. Jeder, der ein Trikot hatte, trug seinen Namen. Er wurde am meisten gefeiert.


Ich war allerdings von seiner Spielweise enttäuscht. Er spazierte die ganze Zeit nur umher. Selbst wenn der Ball in seiner Nähe beim Gegenspieler war, startete er keinen Angriff. Er ließ nur seine Mitspieler laufen. Im Spiel hatte er ungefähr drei Sprints. Einer davon führte allerdings auch zum Tor. Dennoch endete das Spiel 1:2 für Toronto.

Jakob ging es nicht so gut. Er hatte vermutlich Allergiesymptome. Wir wollten auf jeden Fall zügig zur nächsten Unterkunft, da wir beide auch müde waren. Das nächste Hotel hatten wir in Homestead gebucht. Also südlich von Miami, um es am nächsten Tag kürzer nach Key West zu haben. Wir mussten also noch 45 Minuten fahren.

Am Parkplatz wollten wir uns noch kurz etwas bei Mc Donald’s holen, aber es dauerte leider ewig und so kamen wir wieder erst sehr spät ins Bett.

Sonntag 23.8.26

Heute stand ordentlich Fahrtzeit auf dem Programm. Wir standen einigermaßen früh auf und nutzten das kostenlose Frühstück im Hotel. Wobei man es eher als Motel bezeichnen könnte. Zimmer und Frühstück waren auf jeden Fall besser als erwartet.

Dann fuhren wir 2,5 Stunden über die vielen Brücken nach Key West. Irgendwie hatten wir uns die Fahrtstrecke selbst schöner vorgestellt und gedacht, dass überall türkisblaues Wasser sei. Im Endeffekt war es total unspektakulär.

In Key West selbst war dann der Southernmost Point auch noch eine Baustelle und kein Foto möglich.

Wir sind dann spazieren gegangen und haben die Einfahrt eines Kreuzfahrtschiffes beobachtet.

Anschließend haben wir uns auf den Rückweg gemacht und einen Stopp bei Calusa Beach eingebaut. Hier mussten wir Eintritt entrichten, aber uns wurde versprochen, dass der Strand frei von Seegras sei. Dem war aber leider nicht so. Trotzdem war es für eine Stunde eine guter Ort für Pause und Entspannung im Wasser.


Als nächstes stand ein langes Fahrtstück auf dem Programm, denn wir mussten bis nach Orlando fahren. Von Key West nach Miami waren es schon 3,5 Stunden und dann nochmal weitere 3,5 Stunden bis zur Unterkunft. Mit langen Gesprächen und einigen Stopps an Supermäkten und Tankstellen verging die Zeit allerdings wie im Flug.

Dennoch war es sehr spät als wir am Motel ankamen. Gebucht hatten wir noch nicht, da wir gehofft hatten, der Preis wäre vor Ort billiger. Dort war aber ein QR-Code angebracht mit dem Hinweis, dass man über Booking buchen sollte. Jakob fand heraus, dass es über Agoda 10 € günstiger war. Der Mann an der Rezeption meinte, es sei teurer. Wir buchten es trotzdem und er berechnete einfach vor Ort eine 29$ Gebühr. Da ging irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu. Wir haben uns natürlich beschwert und er meinte, er hätte es ja angekündigt. Wir könnten es aber vielleicht bei Agoda einreichen und zurückverlangen.

Montag 24.8.26

Das Frühstück war wieder inklusive. Allerdings haben die USA ein ganz schlechtes Verhältnis zu Müll insbesondere Plastik. Es war erstaunlich, dass viele E-Autos fuhren, aber in den Motels alles in Plastik eingepackt war. Auch in den Supermärkten war es extrem. Dort wurden Großeinkäufe in 20 einzelne Tüten gepackt.

Heute wollten wir nach Disneyworld. Was viele nicht wissen. Der Name ist nur ein Überbegriff für fünf Parks. Das, was man sich dann überlicherweise darunter vorstellt, also mit dem Märchenschloss, ist Magic Kingdom. Ich hatte ursprünglich erwartet, dass es ganz anders als Disneyland Paris ist, wo ich schon zweimal war. Bei der Recherche zuvor stellte sich aber heraus, dass es fast identisch und der Fokus auf Familien und nicht auf wilden Achterbahnen lag. Jakob wollte aber unbedingt in den Park, den man sich eben unter Disneyworld vorstellt, obwohl er außer Mickey Maus nichts von Disney kannte. Mir war es mehr oder weniger egal.

Der Park öffnete um 9 Uhr. Unser Motel lag nur 15 Minuten entfernt. Wir waren dann auch zeitlich passend vor Ort. Vom Parkplatz aus wurde man mit einem Shuttle noch zum Eingang gebracht. Dort musste man wiederum entweder mit der Monorail oder einem Schiff über einen See. Wir entschieden uns für letzteres. Erst dann erreichten wir den echten Eingang, wo auch die Tickets gescannt wurden.


Natürlich ging es als erstes zum Schloss.

Wir arbeiteten uns dann durch fast alle Fahrgeschäfte und nahmen auch noch die Paraden mit.

Die großen Achterbahnen machten wir zum Glück direkt zu Beginn und mussten daher nie länger als 45 Minuten anstehen. Bei einer musste man seine Taschen in ein Schließfach tun. Jakob hatte extra eine Karte zum Schließen bekommen, aber damit ging es nach der Fahrt nicht wieder auf. Eine Mitarbeiterin half aus und behielt die Karte. Dazu später mehr 😃.

Um 22 Uhr gab es schließlich das große Feuerwerk, was wir nicht verpassen wollten. Also mussten wir durchhalten. Am Ende waren wir wirklich müde und hatten schwere Beine.


Zeitlich schafften wir es nicht, irgendeine Bahn zweimal zu fahren. Beim Feuerwerkt war der Platz direkt vor dem Schloss ziemlich schnell überfüllt und wir beschlossen, dass es schlauer wäre, sich weiter hinten anzustellen, um zügig den Park verlassen zu können.
Die Lichtershow mit dem Feuerwerk dauerte 18 Minuten und hatte sich wirklich gelohnt.

Anschließend bemühten wir uns zügig zum Ausgang zu kommen. Es hatte wirklich Vorteile, dass wir nicht ganz vorne standen. Es dauerte ca. 45 Minuten bis wir mit Monorail und Shuttle am Auto waren. Auf dem Parkplatz gab es dafür aber keinen Stau, weil es zuvor entzerrt wurde.
Jakob wollte noch was zu Trinken kaufen und ließ mich am Motel raus. Dort bekam ich mit der Karte aber leider die Tür nicht auf. An der Rezeption sagte man mir, dass die Karte nicht nach der Richtigen aussähe. Es stellte sich dann heraus, dass Jakob mit unserer Zimmerkarte versucht hatte, das Schließfach im Freizeitpark zu öffnen und diese bei der Mitarbeiterin gelassen hatte. Ich wiederum wollte mit der Disneykarte die Zimmertür öffnen. Zum Glück bekamen wir problemlos eine neue Karte.

Dienstag 25.8.26

Der letzte Tag brach an. Mein Rückflug stand erst für 21.45 Uhr an und ich wollte unbedingt noch nach Volcano Bay, einem Wasserpark. Gerade bei dem Wetter war das einzig sinnvolle eine Wasseraktivität. Der Park machte zum Glück erst um 10 Uhr auf, sodass wir ein wenig Schlaf bekamen.

Wir frühstückten, checkten aus und fuhren so los, dass wir um kurz nach 10 ankamen. Wieder ging es mit einem Shuttle zum Parkeingang. Wir hatten uns extra an der Kasse angestellt und nicht online gebucht, um ein wenig Bargeld loszuwerden. Aber unglücklicherweise konnte man dann doch nur mit Karte bezahlen. Das Warten in der Schlange hatte sich also nicht gelohnt.

Der Park war schön aufgebaut mit einem großen Vulkan in der Mitte. Natürlich musste man für Schließfächer wieder extra bezahlen.
Wir arbeiteten nach und nach alle Rutschen ab. Einige mit Reifen sahen leider spektakulärer aus, als sie waren. Zu Beginn hatten wir Glück und mussten nicht lange anstehen.

Ich hatte mich natürlich vorher informiert und wusste grob, was es für Rutschen gab. Drei waren mit Falltür. Eine davon war jedoch geschlossen. Wir nahmen zunächst die harmlosere, die steil anfing, dann aber recht schnell flach wurde und sehr lang war. Ich fand es eher unangenehm, weil man die Orientierung in der Röhre verlor und auch die Augen nicht öffnen konnte.
Die zweite Falltürrutsche war das Highlight des Parks und ging 38 m fast senkrecht hinunter. Danach ging es aber nur noch in einen kurzen Auslauf. Die Rutsche war auf jeden Fall besser als erwartet.


Es gab auch einen Lazy River, in dem man einfach auf einem Reifen Runde um Runde treiben konnte. Im Rapid River musste man Schwimmwesten anziehen und trieb damit recht zügig in der Strömung.


Der Park schloss bereits um 17 Uhr. Damit wir nicht ins Gedränge kamen, gingen wir um 16.30 Uhr. Wir hatten auch schon alle wesentlichen Rutschen ausprobiert.

Auf dem Weg zum Flughafen hielten wir noch in einem American Diner und dann hieß es Abschied nehmen. Ich flog zurück nach Deutschland und für Jakob ging seine Radreise weiter.


Meine Flüge verliefen reibungslos. Es ging zunächst nach München und von dort aus nach Düsseldorf. Am Mittwoch um 16.30 Uhr landeten wir und ich hatte sehr viel Glück, da mein Rucksack sehr schnell ankam und ich somit den frühen Zug schaffen konnte.

Fazit USA: Ich war jetzt zum vierten Mal in den USA aber zuvor in ganz anderen Ecken. Da das Land so groß ist, kann man die Bundesstaaten fast schon wie einzelne Länder betrachten. Mir gefiel Florida richtig gut. Obwohl wir in Großstädten unterwegs waren, fühlte man sich nie beengt. Alles war gut organisiert und unkompliziert. Die Leute waren freundlich. Nur das Wetter war sehr heiß. Dennoch komme ich bestimmt nochmal wieder.