Wir schreiben das Jahr 2026 und das lange Pfingstwochenende steht an. Das schreit förmlich nach einer kleinen Reise. Noch gibt es vier Länder in Europa, die mir auf meiner Liste fehlen. Davon kam aber nur eins infrage, und so schaute ich direkt nach, ob die Flüge eine vernünftige Kurzreise zulassen würden.
Auch wenn es nicht über Düsseldorf möglich war, gab es doch zwei gute Flüge via Frankfurt nach Vilnius, der Hauptstadt von Litauen: Freitag abends hin und dienstags abends zurück. Aufgrund der späten Rückreise wollte ich auf Nummer sicher gehen und beschloss, mit dem Auto statt mit dem Zug zum Flughafen zu fahren.
In meiner Laufgruppe ist ein Litauer und so fragte ich ihn nach Reisetipps. Netterweise stellte er mir ganz viele Infos zusammen, die ich als Basis für meine Planungen nutzte. Ein Mietwagen war nicht notwendig. Man konnte alles mit dem Bus erreichen. Da meine Zeit begrenzt war und ich einiges auf der Liste hatte, buchte ich sicherheitshalber alle Unterkünfte und Busse im Voraus.
Ich wollte zunächst direkt zum weitesten Punkt reisen und dann Stück für Stück nach Vilnius zurück, damit ich nicht am Tag des Rückflugs das Risiko eingehe diesen durch eine Buspanne zu verpassen.

Freitag, 22.5.26
Nach der Schule hatte ich noch etwas Zeit. Mein Flieger startete erst um 20.30 Uhr in Frankfurt und ich hatte natürlich nur Handgepäck. Zum Glück plante ich vor dem langen Wochenende zusätzliche Fahrtzeit ein. Es war sehr voll auf den Straßen. Ich hatte auch schon im Voraus einen Parkplatz direkt am Terminal gebucht. Nach drei Stunden Fahrt mit vielen kleineren Staus kam ich 1,5 Stunden vor Abflug an. Ich ging direkt zur Sicherheitskontrolle. Dort lief zunächst auch alles recht zügig. Natürlich wurde mein Gepäck mal wieder zur näheren Inspektion rausgepickt. Mit den neuen Scannern, bei denen man nichts mehr auspacken muss, passiert mir das ständig. Oft wird nur ein Blick auf den Monitor geworfen und am Ende ist doch alles in Ordnung. So traf es auch einige andere.
Ich hatte nur noch zwei Gepäckstücke vor mir, als plötzlich das Band angehalten wurde und zwei schwer bewaffnete Polizisten kamen. Neben meinem Rucksack lag ein kleiner pinker Trolley und der Besitzer des Gepäckstücks wurde gesucht. Ein Vater mit kleinem Mädchen im Grundschulalter meldete sich. Er musste Handy und Ausweise abgeben. Und plötzlich mussten erstmal alle warten. Die beiden wurden noch befragt, was sich im Koffer befinde. Der Vater blieb erstaunlich ruhig und mir tat das Kind leid, weil der Polizist mit Maschinengewehr direkt vor ihr stand. Nach zehn Minuten kam ein weiterer Polizist, der die Öffnung des Trolleys veranlasste. Ich war schon ganz gespannt, was jetzt der Auslöser sein sollte. Wie zu erwarten, war es keine Bombe. Stattdessen gab es eine Art Tagebuch mit Prinzessinnen vorne drauf, das mit einem elektronischen Code verschlossen war. Die Polizisten fragten das Mädchen, ob sie es öffnen dürften. Sie meinte zunächst, dass dort Geheimnisse drinstehen würden. Ihr wurde versprochen, dass nichts gelesen werde. Sie forderte ihren Vater auf, sich die Ohren zuzuhalten, und nannte anschließend den Code. Nach einem Blick ins Innere war der Spuk vorbei und alles konnte wieder seinen gewohnten Gang gehen. Zum Glück war keine Bombe im Prinzessinnentagebuch versteckt😂. Ja, lieber einmal zu viel als zu wenig gucken, aber irgendwie war es schon lustig.
Wie erwartet, war bei meinem Rucksack nur ein kurzer Blick auf den Bildschirm notwendig und ich konnte weiter.
Wir hoben pünktlich ab und erreichten nach 1,5 Stunden Flugzeit Vilnius. Litauen ist eine Stunde vor Deutschland. Am Ausgang stand, dass der nächste Bus in die Stadt in fünf Minuten käme, also lief ich direkt zur Bushaltestelle und stieg in den nächsten Citybus. Die Stadt war nur 9 km vom Flughafen entfernt.
Mein Hostel lag direkt am Bus- und Zugbahnhof, da ich am nächsten Morgen früh mit dem Bus weiter musste.
Während der Fahrt mit dem Citybus verfolgte ich die Route auf der Karte. Ich war einfach nur auf gut Glück eingestiegen. Ich dachte, das Zentrum läge in der Nähe des Bahnhofs, aber irgendwann entfernten wir uns wieder von meinem Hostel. Also stieg ich an der nächsten Haltestelle aus und rief mir ein Uber. Es war bereits nach Mitternacht und das Uber sollte erst in 18 Minuten ankommen. Ich stornierte direkt und buchte stattdessen Bolt. Ich hatte zuvor gelesen, dass dies die weiter verbreitete App in Litauen sei. Nach zehn Minuten kam endlich jemand.
Der Eingang des Hostels irritierte mich etwas, da nur ein Hotel ausgeschildert war. Irgendwie war wohl beides in einem. Es war bereits nach Mitternacht, aber es gab eine 24h-Rezeption. Im Zimmer war bereits eine andere Frau. Ich beeilte mich, ins Bett zu kommen.
Samstag, 23.5.26
Ich stellte den Wecker auf 6.20 Uhr, wachte aber schon 15 Minuten früher auf, weil die andere Frau aufstand. Um 7 Uhr fuhr mein Bus nach Nida auf der Kurischen Nehrung (eine lange Landzunge südlich von Klaipeda) ab. Der Busbahnhof war nur zwei Gehminuten entfernt. Ich kaufte noch schnell Frühstück und kurz darauf ging die Fahrt los.

Es gab ein paar Zwischenstopps und einmal auch zehn Minuten Zeit für einen Toilettengang und um am Kiosk etwas zu kaufen. Englisch sprach kaum jemand. Es schienen auch keine anderen Ausländer im Bus zu sitzen.
Als die Fahrer wechselten, wurde die Fahrt etwas abenteuerlicher und wir fuhren die ein oder andere Schlangenlinie. Mit einer sehr kleinen Fähre ging es von Klaipėda rüber auf die Kurische Nehrung. Nida liegt ganz im Süden und es gibt auch nur eine lange Straße von Norden nach Süden.

Wir kamen erstaunlich pünktlich um 12.30 Uhr an. Da aktuell noch keine Saison war, durfte ich auch schon früher auf mein Zimmer. Günstig waren die Unterkünfte nicht. Ich zahlte 50 Euro für eine Nacht im Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad.
Nach einem kleinen Schläfchen ging ich zum Fahrradverleih. Es gab E-Bikes oder Hollandräder. Ich wählte Letzteres und zahlte 15 Euro. Ich musste keinen Namen nennen oder einen Ausweis zeigen. Die Verleiher sprachen auch kein Englisch. Man vertraute mir einfach.
Bei der Touristeninformation holte ich mir noch eine Karte und begann anschließend mit der Erkundung Nidas. Hier gab es bereits die erste große Düne. Ich parkte mein Fahrrad und ging die Treppen hoch. Oben gab es verschiedene Spazierwege. Man konnte auch über die Düne laufen. An einer Aussichtsplattform stand noch eine große Sonnenuhr. Mir fiel auf, dass sehr viele Senioren unterwegs waren. Auf der Düne schien zeitgleich mit mir eine deutsche Reisegruppe zu sein. Ein recht alter Mann musste auf der vollen Aussichtsplattform sehr laut und lange pupsen 😂😅🙈.

Im Anschluss wollte ich zum Leuchtturm, wusste allerdings nicht, dass dieser auf einem Berg liegt. Zeitweise musste ich absteigen und schieben.

Weiter ging es zum Strand. Da das Wasser zu kalt zum Schwimmen war, blieb ich nicht lange dort.

Mein nächstes Ziel war der Ort Preila. Die Fahrt ging zunächst am Wasser entlang.

Dort setzte ich mich in ein schönes Restaurant direkt am Wasser und bestellte ein typisches litauisches Gericht, das mir zuvor empfohlen worden war: Kepta duona su sūriu (frittiertes Brot mit Käse und Mayo).

Anschließend radelte ich zurück nach Nida. Dort machte ich noch schnell ein Foto von der Sommerresidenz von Thomas Mann.

Die Häuser hatten fast alle den gleichen Stil.

Im Ort gab es auch noch ein Bernstein-Museum, aber das interessierte mich nicht wirklich. Nach einem kurzen Einkauf ging es zurück in die Unterkunft.
Sonntag, 24.5.26
Obwohl die Unterkunft teuer war, bekam ich im Café gegenüber einen Tee und Porridge für 5,90 €, was völlig in Ordnung war.
Gegen 10 Uhr radelte ich los. Heute stand eine längere Tour auf dem Programm. So wie es nur eine Straße gab, existierte auch nur ein Radweg über die schmale Landzunge. Man durfte als Radfahrer nicht auf der Autostraße fahren und der Radweg verlief manchmal ganz woanders. Leider wusste Google Maps das nicht und so musste ich zweimal ein Stück zurückfahren. Komoot wusste es zum Glück besser. Die Radwege waren sehr gut ausgebaut, aber auch ein wenig eintönig. Am Meer entlang waren die Strecken zwar flach, aber in der Mitte recht wellig und den ein oder anderen steilen Hügel gab es auch.

Unterwegs fiel mir auf, dass sehr viele Leute mit Rennrädern oder zumindest Trekkingräder unterwegs waren. Ich hatte das Gefühl, für mein Hollandrad belächelt zu werden.

Natürlich fuhr ich zu Beginn erstmal wieder den Weg vom Vortag und kam an Preila vorbei. Mein erstes Ziel war die Grey Dune, die ich nach etwas über einer Stunde trotz meines Umwegs erreichte. Hier musste man fünf Euro Eintritt zahlen. Zunächst lief man über Stege, danach ging es im Sand weiter. Die Leute hatten beim Übergang ihre Schuhe ausgezogen und stehen gelassen. Also tat ich das Gleiche. Es ist tatsächlich eine sehr große Düne und irgendwie war es auch spannend, dass auf dem Sand teilweise Vegetation zu finden war.


Ich setzte meine Fahrt nach Juodkrantė noch weiter im Norden fort. Etwa vier Kilometer vor dem Ziel gab es noch einen Anstieg, bei dem ich am Ende wieder absteigen musste. Als es bergab ging, passierte es schließlich. Der Asphalt war durch viele Baumwurzeln sehr uneben. Das Fahrrad wackelte so stark, dass ich bremsen wollte. Leider erwischte ich nur die Vorderbremse und so überholte das Hinterrad seitlich. Zum Glück konnte ich abspringen und auf den Füßen landen, aber das Fahrrad stürzte. Als ich weiterfahren wollte, hatte ich das Gefühl, nicht mehr vorwärtszukommen. Da bemerkte ich die Acht im Hinterrad. Das war natürlich ungünstig, da ich noch über 30 km zurückfahren musste. Aber erst einmal setzte ich den Weg nach Juodkrantė fort.
Zunächst führte der Weg noch durch ein Kormoran-Brutgebiet. Ich hatte ein bisschen Sorge, vom Vogelschiss getroffen zu werden, da die ganzen Bäume voll mit Nestern und Jungvögeln waren.

In Juodkrantė angekommen suchte ich nach einem Fahrradshop oder -verleih. Leider war die Off-Season jetzt sehr unpraktisch. Es gab einfach gar nichts. Ich fragte bei einem Restaurant nach und dort wurde mir nur bestätigt, dass aktuell nichts geöffnet habe. Ich sollte aber mal das Problem schildern und einer der Männer meinte, dass ich einfach die Hinterradbremse lösen könnte, damit es nicht mehr schleift. Mit zwei Handgriffen hatte er es direkt erledigt und so konnte ich zumindest mit dem Fahrrad zurückfahren.
Vorher besuchte ich aber noch den Hexenwald, für den ich extra hergekommen war. Hier gab es ganz viele, zum Teil gruselige Holzskulpturen.


Am Wasser standen außerdem viele Steinskulpturen. Das schien in Litauen so ein Ding zu sein.
Anschließend trat ich den Rückweg an. Ich wollte auf halber Strecke noch einen Stopp in Pervalka einlegen, um ein Eis zu essen. Aber hier war wirklich tote Hose und kein Restaurant geöffnet. Also fuhr ich weiter nach Preila in das Restaurant vom Vortag, da es dort schön und lecker war. Es gab einen verdienten Milchshake plus Eis UND Käsekuchen😋.
Von hier waren es noch 28 Minuten bis nach Nida. Ich musste langsam die Zeit im Blick behalten, da mein Bus um 16.30 Uhr abfuhr und es bereits 15.40 Uhr war. Jetzt durfte nichts mehr schiefgehen. Ich war aber ganz entspannt. Nach 72 km😮 gab ich um kurz nach vier das Fahrrad ab. Auch wenn die Verleiher kein Englisch sprachen, zeigte ich ihnen das Problem mit dem Hinterrad. Ich musste aber nichts nachbezahlen. Danach holte ich meinen Rucksack und ging zur Bushaltestelle. Mein Hostel hatte einfach die perfekte Lage, wobei der Ort generell klein war.
Der Bus war erstaunlich voll und wir fuhren pünktlich los Richtung Klaipėda. Wir mussten am Ende der Kurischen Nehrung wieder mit der Fähre übersetzen. Diesmal mussten wir allerdings warten, da ein paar große Schiffe kreuzten. Daher kamen wir mit etwas Verspätung gegen 18.20 Uhr in Klaipėda an.

Das Hostel lag nur 50 m vom Busbahnhof entfernt. Das kam mir sehr entgegen. Eigentlich wollte ich noch ne Runde laufen gehen. Aber beim Ausziehen der Schuhe war mir aufgefallen, dass ich eine Scheuerstelle hatte. Damit fiel Laufen flach.
Montag, 25.5.26
Nach dem Ausschlafen stand die Stadtbesichtigung von Klaipėda an. Neben einer kleinen Altstadt mit Kopfsteinpflaster gab es sehr viele Skulpturen in der gesamten Stadt verteilt. Ich hatte mir die schönsten herausgesucht und mir zur Aufgabe gemacht, sie abzuklappern.
Es gab sogar einen Skulpturenpark mit ganz vielen Steinfiguren.

In der Stadt selbst waren sie aus Metall.


Durch den Ort fließt ein Fluss, was ihn noch schöner machte. Leider gab es aber auch viele Baustellen.


Weitere Eindrück:

Sogar die Bänke waren künstlerisch aufbereitet.

Gegen 12.10 Uhr kehrte ich zu meinem Hostel zurück. Durch die Off-Season durfte ich wieder länger auf dem Zimmer bleiben. Um 12.50 Uhr fuhr dann mein Bus nach Kaunas ab.
Hier wollte ich nur einen kurzen Zwischenstopp einbauen. Wir sollten um 15.30 Uhr am Busbahnhof ankommen und für 18 Uhr hatte ich die Weiterfahrt nach Vilnius gebucht. Der Busbahnhof lag 45 min zu Fuß von der Altstadt entfernt, aber als wir hieran vorbeifuhren und andere ausstiegen, folgte ich schnell. So sparte ich mir die lange Strecke zweimal laufen zu müssen.
Ich war in nur wenigen Minuten an der Burg, die auch ein Grund war, warum ich hier halten wollte.


Ich hatte nur wenige Punkte auf der Karte markiert. Die meisten Sachen ergaben sich von alleine. So landete ich auf einem großen, idyllischen Platz, der von kleinen Cafés umgeben war. Es war sehr leer hier.

Mein zweiter geplanter Stopp war beim Graffiti vom pinken Elefanten. Auf dem Weg sah ich von weitem ein großes imposantes Gebäude.

Es befand sich am Ende der Fußgängerzone, in der sich zunächst noch mein dritter Stopp nämlich die Skulptur „der erste Film“ befand.

Die Fußgängerzone:

Ich stehe ja ein bisschen auf schöne Architektur. Mich wunderte, dass ich es beim googeln nicht gefunden hatte. Es war die Kirche des Erzengels Michael, dabei sah es mit den Kuppeln eher wie ein Dom aus.

Danach ging es weiter zum Busbahnhof. Kaunas gefiel mir auf jeden Fall sehr gut.
Ich kam bereits um 17.05 Uhr am Terminal an und hatte versucht, mein Ticket auf den 17.10 Uhr Bus zu ändern. Leider war das online nicht mehr möglich und die Igel wollten nicht noch einmal 10 € bezahlen 😂. Also wartete ich bis zu meiner Abfahrt um 18 Uhr.
Gegen 19.30 Uhr erreichten wir Vilnius und ich lief noch 20 Minuten zu meinem Hostel, das direkt in der Altstadt lag. Der erste Eindruck war auf jeden Fall schon positiv.
Dienstag, 26.5.26
Nach dem Ausschlafen stand endlich mal eine Laufrunde auf dem Plan. Da der Bernadinergarten sowieso auf meiner Sightseeingliste stand, lief ich in dem schönen Park ein paar Runden.
Nach einer ausgiebigen Dusche ging es durch die engen Gassen in ein hübsches Café zum Frühstücken. Natürlich hatte ich es über Maps rausgesucht und schon die Speisekarte studiert. Vor Ort war ich dann enttäuscht, dass die Karte aus dem Internet mal so gar nicht mehr aktuell war und es mein Wunschgericht nicht mehr gab. Es gab dann Käsepfannkuchen mit Beeren und einer Schokosahne oder so ähnlich😄. Leider schmeckte der Kakao nach Marzipan und war daher ungenießbar. Aber schön war das Café trotzdem.

Dann klapperte ich meine markierten Punkte auf der Karte ab. Ich kam direkt zu einem Turm. Für teure 7 Euro konnte man nach ganz oben. Ich stehe eigentlich nicht so auf Aussichten von oben, weil man oft enttäuscht wird. Aber bei Vilnius mit den ganzen Kirchtürmen, die man durch die engen Gassen gar nicht richtig bewundern kann, hatte ich ein gutes Gefühl und ich wurde nicht enttäuscht. Ich durfte mich dann zwischen Aufzug und Treppe entscheiden und wählte letzteres. Oben markierte ich erstmal neue Ziele auf der Karte, die von oben interessant aussahen.

Dann ging es zu diversen Kirchen.



Weitere Sehenswürdigkeiten:



Im Grunde kann man sich einfach treiben lassen und entdeckt immer wieder schöne neue Gassen.
Zum Abschluss gab es noch ein traditionelles litauisches Gericht (Žemaičių blynai) und Bier.

Gegen 17 Uhr holte ich mein Gepäck aus dem Hostel und lief zu einer Bushaltestelle, die mir GoogleMaps angezeigt hatte. Von dort ging es günstig und schnell zum Flughafen.
Um 20.40 Uhr startete der Flieger zurück nach Frankfurt, wo wir um 21.20 Uhr landeten (Zeitverschiebung). Leider konnte ich mein Auto im Parkhaus zunächst nicht wiederfinden trotz eines Fotos und einer Mail mit der Reihe. Es gab aber irgendeinen Anbau, der anders aussah als der Rest und die Mail war auch kryptisch. Zum Glück konnte mir dann eine Frau helfen, aber es kostete mich bestimmt eine halbe Stunde.
Kurz nach Mitternacht war ich dann schließlich zu Hause.
Fazit Litauen: Ideal für einen Kurztrip: Klein, übersichtlich, sicher, sauber und entspannt. Es gibt viele schöne Altstädte zum Flanieren.
Infrastruktur: Straßen und Radwege waren in sehr gutem Zustand und aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte auch nicht überfüllt. Das Busnetz war sehr gut, modern und pünktlich. Die Busbahnhöre lagen zentral und hatten alle digitale Anzeigetafeln. Hier war man Deutschland auf jeden Fall voraus.
Menschen: Viele sprechen kein Englisch außer in Restaurants und Hostels. Vor allem die Busfahrer waren recht unfreundlich, auch zu den Einheimischen.
Preis: Ich fand die Unterkünfte recht teuer. 30 Euro für ein 6-Bettzimmer ist eher ungewöhnlich. Aber in den Restaurants fand ich es in Ordnung.
Toiletten: Man darf das Papier nicht in die Toieltte werfen. Fand ich für ein modernes europäisches Land erstaunlich.
